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Gedankenbilder.

Himmlischer Glaube..

 


Im Moment werden Irrtümer beseitigt, wozu auch Sicherheiten gehören, die keine waren. Grob gesagt: Es macht grad „Puff“. Da haben sich Vorstellungen in Luft aufgelöst, kleine, große, weils Schnapsideen waren. Himmlischer Glaube ist geplatzt, Unvernunft an allen Ecken und Enden.

Es geht stets und nur um eigene Interessen. Der eine hat die, der andere andere. Und selbst bei „Großem“ lässt es sich aufs Kleine runter brechen. Mein Geld, meine Zukunft, mein Spaß, die meiner Kinder wenn's hoch kommt, das wars.
Und da hat es halt welche, die glauben, denken tun sie ja nicht, sie wären klüger, können andere täuschen, übers Ohr hauen, der andere sei dämlich oder ihre Interessen zählen mehr.
Und um nicht gar so dreckig dazustehen, manche interessiert aber auch das nicht, oder glauben selber, sie wären gut – die berühmten Ideale – lügen sie. So kompliziert ist das also gar nicht, wird nur dazu gemacht. Auch wieder im eigenen Interesse.

Und plötzlich merken die, der andere ist gar nicht so doof oder unbedarft, wie man dachte. Nicht so „schwach“, wie man gehofft hat. Wessen Schuld ist das? Doch wohl die eigene. Dämlich gewesen, hochmütig, arrogant.

In einer Firma braucht man eben Leute, die arbeiten, nicht nur „Leader“. Aber dazu hatte man dann ja zunächst auf billige Leiharbeiter und hernach auf genau so billige „Auslandsprodukte“ gesetzt, nur eben mal glatt  vergessen, dass die ebenfalls über Eigeninteressen verfügen. Und schon kamen jene Geistesriesen mit dem nächsten Gedanken um die Ecke: Lasst das doch Roboter machen. Die haben keine. Weiß man's?

So ist das, wenn man Dumme schalten und walten lässt. Da kommt nur Schrott raus. Und auf der anderen Seite hats genügend andere Dumme, die ihren Mist glauben.
Stört sie nicht in ihrem himmlischen Glauben. Was sollen sie sonst tun? Denken? Zu viel verlangt.

Im Kleinen ist das nicht anders. Der himmlische Glaube, dass ohne einen zum Beispiel nichts ginge oder „unsereiner, meiner einer gebraucht wird“. Der Glaube, dass man nur „Gutes“ tun muss und schon läuft es – oder artig und brav sein, die Klappe halten, tun was „die“ sagen.

Und nun stellt sich heraus: Fataler Irrtum, war nicht so. War anders. Verpennt, Schnarchnasen.
Sich das Leben so einfach wie möglich zu machen ist nicht. Pure Faulheit, egoistisch, aber auch respektlos. Demjenigen gegenüber, der tun soll. Arrogant, weil so einer meint, er wäre mehr wert bzw. der andere halt weniger.

Positiv: Als wacher „Anderer“ sieht man gleich, von welcher „Struktur“ derjenige ist und kann sich drauf einstellen. Ein nicht-Können ist bei denen auch eher ein nicht-Wollen, null Bock, denn können tun viele vieles. Das hatten wir zum Beispiel gelernt. Die Generation, die wenige Jahre nach dem Krieg geboren wurde, aber scheinbar nur die im Osten, denn da fingen ganz viele Leute bei Null an, ohne dass ihnen wer „von außerhalb“ half. Sprich jemand, der es sich leisten konnte, weil aus dem Vollen schöpfend. Im Westen war das ja so.
Meine Eltern haben von früh bis spät nur gearbeitet und den Rest an Kraft und Zeit schluckte mein Bruder, der sich gekonnt doof anstellen prima gelernt hat. Ansonsten galt: Mach und mach selbst, sonst wird’s nichts. Denn auf die anderen konnte man dadurch und damals eben nicht setzen, Unmengen zu tun, kaum Ressourcen, wozu auch Zeit gehörte.

Ich hatte mich später indes oft gefragt, wieso so viele meiner Gegenüber davon ausgingen, dass ich tue, an ihrer Stelle, das was ihres ist. Und, wohlgedenk vorherrschender Ansicht, bei mir nachgeforscht, ob ich nicht was ausstrahle, was sie  dazu veranlasst.
Steht man da nicht selbst zu sehr im Zentrum? Im Westen noch gefördert durch Sprüche wie:  „Es kommt auf dich an. Du bist das Maß aller Dinge. Du musst nur wollen.“ Und ganz toll: „Du brauchst dir nur zu wünschen.“
Um dann auf Mitmenschen zu stoßen, die freilich eigene Wünsche, Pläne und Ziele besitzen? Konsens, Kompromisse, und wenn die das nicht wollen: Die Falschen. Für einen anderen taugen sie vielleicht, für einen selbst nicht mehr. 

Seit längerem ordne ich daher nur nach einem: Respektiert derjenige meine oder nicht? Zum Beispiel den Umstand, dass auch ich mal Erholung brauche, die Beine hochlegen will, froh, meins geschafft zu haben. Eh genug und für eine Person allein viel zu viel, erst recht in dem Alter.
Weiß es derjenige und versucht dann trotzdem, sich sein Leben auf meine Kosten zu erleichtern, ist solch eine Person als „näherer Umgang“ ungeeignet. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.

Will derjenige „mit Macht“ seine Interessen um- und durchsetzen, weil er sie grad hat, wird’s totalitär. Na ja, und da muss dann auch mal Heftigeres ran, um so einem klarzumachen, dass es nicht nur nach ihm geht. Das andere auch welche haben und es „unberechtigte“ nicht hat.
Haben manche nie gelernt. Grad jene nicht, wo es stets und ständig ausschließlich nach ihrem Kopf ging. Oder clever genug waren, andere zu täuschen bzw. die wieder „himmlischen Glaubens“ und so nicht merkten, dass sie es wurden.
Merken sie es, und irgendwann merkt es jeder, der eine nur früher, der andere später, tritt Ernüchterung ein. Und auf dem Weg befinden sich viele zur Zeit. Es hat Puff gemacht, die Blase ist geplatzt, bei manchen noch nicht, kommt aber noch, und es sind einige ins Grübeln gekommen. Auch bei den Hochmütigen, denn sie mussten merken, so klug und groß sind sie denn doch nicht – oder andere so dämlich. Und nun geht der Arsch auf Grundeis. Bei ihnen, bei manch anderen aber genauso.
Es lebe der Verstand, denn der bewahrt einen vor solchen Dingen. 





Bis bald.
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