BURON FOTO PORTFOLIO 
Fotos 01

Album Tabarz

Klettern am Aschenberg

Hirschstein im Herbst

Blick vom Aschenberg

Herbstnebel über Tabarz

Im Felsental


Meine Heimat ist Tabarz im Thüringer Wald.

Oh stimmt, es heißt ja jetzt Bad Tabarz, natürlich. Wenn es wieder aufwärts geht, wäre es zu begrüßen. Bis jetzt ging es in den letzten paar Jahren nämlich mit einigem bergab und zwar mit dem, was den Ort von anderen abhob. Traditionsgaststätten, die schon seit "Urzeiten" zu diesem Ort gehören, wie das berühmte Schweizerhaus und die Massemühle, sind entweder optisch in einem schlechten Zustand oder haben ganz geschlossen. Die private Hand... Genau wie ein später eröffnetes "Wiesenhaus" (Hotel). Weit davor hatte schon das "Germania" als solches den Betrieb eingestellt, hernach das "Café zur Waldbahn"... na ja. Schön, dass wenigstens "Deysingslust" auch nach Wechsel der Eigentümer noch geblieben ist und auch ein neues eröffnet hatte. ("Anno 1700").
Somit hat Tabarz einiges geschafft. Oder die „kapitalistischen Verhältnisse“. Alles, was einmal einen Namen besaß und Geschichte vorzuweisen hatte, ist nicht mehr. Das alte Jagdhaus, gleich nach der Wende abgerissen, die Prinzessinnen-Villa steht wie sie steht, ohne dass sich was rührt, nachdem aber zuvor der alte Baumbestand ruiniert wurde, der dieses Desaster wenigstens noch etwas milderte, das alte Kurhaus war gleich einem hässlichen Neubauklotz (Reha-Klinik) gewichen.

Freilich gab es Neues. Das Gelände um die Quelle, nett anzuschauen. Auch die schick gepflasterte Lauchagrundstraße mit ihrer „Hall of Fame“. Keinen eigenen Gedanken besessen? Nicht nur lächerlich, schon peinlich. Bäume mussten auch dabei weichen, aber damit scheint sich Tabarz in den letzten Jahren ja bestens auszukennen. Einige der Fotos auf dieser Seite sind also bereits "gestern". Und dann: ein eigenes„Oldtimertreffen“, wow, wie einfallsreich.

Wie man Hochwasserschutz schreibt, wissen sie sicher auf dem abgespeckten Amt, mehr aber auch nicht. Die Laucha im Ort streckenweise überwuchert. Obwohl, wozu? Kommt ja kaum noch Regen runter. Also fangen sie sicher schon mit dem Begrünen an, Büsche und Bäume wachsen jedenfalls schon im Bachbett recht zahlreich.
Einen eigenen Charakter, der den Ort zu was Besonderem machte, besitzt Tabarz leider nicht mehr, fing auch schon nach der Wende an. Neu ist nicht immer besser, nur anders, noch nicht gewusst? Schade drum bei solch einer Lage. Vielleicht finden „die Herren des Ortes“ja doch noch die Zeit, so zwischen all der Selbstbeweihräucherung, über derartige Dinge wie Tradition und Ortsbilder nachzudenken? Obwohl, ein paar der herrlichen alten Villen existieren ja noch...

Die Natur in den Jahreszeiten gehört zu meinen fotografischen Lieblingsthemen, und hier vor allem die Umgebung von Tabarz mit seinen herrlichen Bergen und Tälern, insbesondere der Große Inselsberg. Die Tabarzer Region ist abwechslungsreich. Teils trägt der Wald bereits voralpenartigen Charakter, teils ist er sandig warm, offen, sanft hügelig und weiträumig mit zahlreichen Trockenwiesen, wie auf seiner nord- bis nordwestlichen Seite. Rund um Tabarz findet man geheimnisvollen Fichten- und Tannenwald mit zahlreichen schroffen Felsen und vielen alten, knorrigen Buchen vor, unmittelbar angrenzend oder unterbrochen von lichtem Laubwald mit freundlichem Flair. Auch sandige Mischwaldgebiete, mit hohem Kiefernanteil und vielen kleinen Teichen, sind hier zu entdecken. Manchmal kann man sogar auf nur wenigen Kilometern vom tiefen Winter in den Vorfrühling fahren oder wandern, denn Tabarz hat nahezu 500 m Höhenunterschied zu bieten. Und sollte einem mal nicht mehr nur nach Ruhe und Stille zumute sein, so gibt es zahlreiche Ausflugsziele oder Events, bei denen pralles Leben herrscht. Irgendwo wird immer etwas geboten. Angenehm ist da vor allem auch die Nähe der Städte Gotha, Eisenach und der Landeshauptstadt Erfurt.



Fotos 02

Lauchagrund

Eine der Villen im Ort

Blick zum Lauchagrund

Alte Villen

Lauchagrundstraße 1

Lauchagrundstraße 2

Bilder des Monats

Litauische Ostsee


Wolkenwelle


Nida-Die Düne


Kurische Gräber


Tabarz und der Große Inselsberg

Der Große Inselsberg ist nicht nur einer der höchsten Gipfel (916,5 m) des Thüringer Waldes, er ist vor allem dessen meistbesuchter Berg. Südlich des Rennsteiges, sozusagen auf der anderen Seite (und das ist bereits in Brotterode der Fall), nennt man ihn nach alter Schreibweise übrigens tatsächlich neuerdings (wieder) anders: "Inselberg". Wie auch immer.... er ist berühmt und der meisbesuchte Ausflugsberg in Thüringen. Diesen Ruhm verdankt der weithin sichtbare Berg vulkanischen Ursprungs der fantastischen Rundumsicht, die man vom Gipfelplateau genießen kann. Bei gutem Wetter sieht man bis zur Rhön, den Drei Gleichen, der Wartburg, zum Brocken, dem Weimarer Ettersberg oder nach Oberhof. Es ist der weiteste und beste Blick über den gesamten Thüringer Wald überhaupt, einzigartig im Sinne des Wortes. Die Wartburg, Wachsenburg und das Panorama-Hotel in Oberhof habe ich bereits, natürlich mit Teleobjektiv, vom Gipfel aus fotografieren können.

Über diesen Gipfel verläuft der bekannte Höhenwanderweg "Rennsteig". Er war Grenze zwischen dem Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha und dem Kurfürstentum Hessen. Aus diesem Grund stehen auch zwei Gasthöfe dort oben, von denen momentan allerdings nur einer voll betrieben wird. Im früheren "Stadt Gotha" soll (seit längerem geplant) ein neues Selbstbedienungsrestaurant enstehen. Zudem ist am Fuß des Berges, in direkter Nähe zum großen Parkplatz (Grenzwiese), eine nette weitere Gaststätte (Kleiner Inselsberg) zu finden.

Der Skilift, ein toller Fun-Park mit Wi-Flyer und mehr, die Sommerrodelbahn, Wanderhütten, Übernachtungsmöglichkeiten und ausreichend Parkplätze stehen dem Besucher zur Verfügung.

Insgesamt lässt die Vermarktung und Nutzung dieses Tourismusmagneten jedoch noch immer zu wünschen übrig, obwohl der Ort Tabarz den alten, hölzernen Turm als Aussichtsturm hergerichtet hat.

Auf dem Inselsberg befindet sich eine beeindruckende Sendeanlage für UKW und TV mit zwei Sendetürmen, der neuste mit stattlicher Höhe von 127 Metern, die 1939 bzw. 1974 errichtet wurden, sowie eine Wetterstation. Vom Großen Inselsberg senden der MDR, Landeswelle und Antenne Thüringen sowie Deutschlandradio Kultur. Zu seinen Füßen, am Nordosthang des Thüringer Waldes, liegt Tabarz. Es ist ein sehr hübscher, reizvoller Ort mit ca. 4.500 Einwohnern und zu fast jeder Jahreszeit zahlreichen Kurgästen und Erholungssuchenden. Tabarz wurde aus mehreren Gemeinden (bis 1945) zusammengeschlossen, ist Kneippkurort und besitzt zwei große Rehabilitationskliniken, 15 Hotels und zahlreiche Pensionen.

Der Ort wurde erstmals 1109 erwähnt und ist, oder besser eben war, seit ca. 1870 vor allem ein touristisches Zentrum. Daher sind auch ein paar Häuser des Ortes von großem Reiz.



Tabarz ist grün... und Tabarz ist bunt. Mehrere Parks mit prächtigem Baumbestand, viele private Gartenanlagen mit herrlichen Anpflanzungen und Blumen, Alleebäume, zumindest jene, die noch übrig geblieben sind, Bäume und Büsche sorgen dafür, dass man in manchen Ortsteilen die Häuser dahinter kaum noch sehen kann. Zudem schlängeln sich die Straßen weit in die Täler zwischen Zimmerberg und Datenberg hinein und scheinen sich erst in den Bergen und Wäldern zu verlieren.

Die seit Beginn des letzten Jahrhunderts sprudelnde Arenaris-Quelle wird als gesunder Wasserspender des Kneipp-Kurbades genutzt und die Außenanlagen beim Wassertretbecken wurde ansprechend gestaltet.

 

Tabarz und seine Umgebung ist ein Paradies für Wanderer, Mountainbiker und Kletterer. Etliche Kletterfelsen, bis zu 60 m hoch, im malerischen Lauchagrund, sind regelmäßig Magnet für solch sportliche und mutige Gäste. Lauchagrund und Felsental gehören mit zum Schönsten was Tabarz zu bieten hat. Im langgestreckten, tief eingeschnittenen Tal, stehen sehr alte und mächtige Tannen und Fichten, mitten hindurch murmelt und rauscht ein klarer Gebirgsbach - die Laucha. Teils im alten, teils im neuen Bett, schlängelt dieser sich durch den gesamten Ort. Ab und an schimmern Sonnenstrahlen durch das dichte Kronendach im Felsental. Leider haben Baumfällungen in diesem Winter an einer Stelle starken Eingriff gehalten. Eine besonders würzige Luft liegt über allem, selbst an heißen Sommertagen.

Genauso häufig wie in dieses wunderschöne Tal zieht es mich auf den, dem Inselsberg gegenüberliegenden, kleinen Hügel nach Deysingslust, wo auch das Hauptfoto der Homepage entstand.  Dieser Ausflugsort wurde im übrigen nach einem früher bekannten Förster benannt. Der Blick zur Bergkette, hinunter ins Tal auf den Ort und bis weit ins Thüringer Becken hinein, haben es mir angetan.



Alle Webcams, die Tabarz besitzt und ich hier ebenfalls verlinkt habe,  wurden möglich durch die www.ITK-Messtechnik.de.

Vor allem die 360°-Panorama-Webcam auf dem neuen  Aussichtsturm  bietet einen  fantastischen Rundumblick. . Sie ist die einzige dieser Art in den neuen Bundesländern, denn sie liefert gescannte Bilder als rundum-Panoramabild (obendrein interaktiv) in hochwertigster Qualität. Der Sponsor dieser, wie auch der anderen Webcams am Inselsberg und im Ort, ist die ITK-Messtechnik in Tabarz (Sönke Krüll) , von denen auch detaillierte Wetterwerte zu erfahren sind.

Die Wind-Messwerte sind mir manchmal allerdings schleierhaft, nun ja.



Hildruth Sommer
Böttchergasse 6
99891 Tabarz/Thür.


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