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Veränderungen in der Natur

 

Das Eis der Arktis von 1984 bis 2016 aus dem Weltraum (NASA)

An dieser Stelle nichts mehr übers Wetter. In den letzten Jahren hat sich im Groben natürlich das verändert, was auch anderswo in unserem Land verändert hat: Es gibt diese Jahreszeiten nicht mehr.
Wo soll das Eis in der Arktis herkommen, damit der entscheidende Jetstream wieder stabiler und kräftiger wird? Er schlägt nur noch Wellen und schwirrt zerfetzt über uns herum. Die Frage, wann "sich die Witterung endlich mal wieder umstellt", ist noch immer Ignoranz der bereits vorhandenen Veränderungen.

Vögel ziehen nicht mehr oder nehmen neue Routen, erstmalig in diesem Herbst bei den Kranichen zu beobachten gewesen. Auch über Tabarz waren nur ganz seltene kleine Trupps unterwegs.

NABU:

"Im Voralpenraum zu beobachtenden Kraniche starten in der Regel im Baltikum und fliegen zunächst auf der östlichen Linie in Richtung des großen Rastplatzes im ungarischen Nationalpark Hortobágy. Statt wie die Mehrzahl der Ostzieher dann weiter über den Balkan, die Türkei, Jordanien und Israel zu ziehen, biegen die Vögel nach Westen ab. Sie fliegen entlang des Alpennordrandes und vereinigen sich teils mit den Westziehern, teils ziehen sie dann aber auch über Italien nach Nordafrika.
Warum sich die neue Zugroute etabliert hat, ist nicht geklärt. Kraniche haben keine genetisch fixierten Zugwege. Wahrscheinlich haben die allgemeine Ausdehnung des Brutareals sowie der Klimawandel mit zu den neuen Zugrouten beigetragen."

Die Natur passt sich freilich an. Der Mensch, der genau das mit seinem auf möglichst großen Ertrag ausgerichteten Denken verursacht hat, zieht dabei den Kürzeren. Wälder wird es auch bei solcher Trockenheit geben, aber keine Bäume, die ihm keine derartige Holznutzung wie bisher ermöglichen. Flüsse trocknen aus und die Schifffahrt hat Probleme. Ein Jahr und schon geht es ihm äußerst direkt an den Geldbeutel.

Das wird nichts mehr, also heißt es, sich ebenfalls anzupassen. Nun sind Bäume an der Reihe, die sehr tief wurzeln, Pflanzen, die auch mal Trockenheit und die Hitze des hohen Sonnenstandes vertragen. Aber frostverträglich müssen sie ebenfalls sein, denn die Jetstream-Wellen bedeuten auch mal Troglage und enorme Kälte.
Da gibt es nicht viel, das sind Extreme und wir haben sowieso keine Ahnung. Was in der Natur bei bestimmten Bedingungen davonkommt, bestimmt eh sie selbst. Aus manchen Flachwurzlern werden vielleicht Herzwurzler oder versenken sich nur in die Tiefe.
Was es jetzt nicht schafft, schafft es nicht. Ein wenig Hilfe geht, aber woher Wasser nehmen, wenn es hier immer knapper wird? Flüsse und Bäche trocknen aus oder führen nur noch sehr wenig Wasser, der Grundwasserstand sackt langsam aber stetig nach unten. Wie bereits hier mal erwähnt, selbst unser Ort hat innerhalb von fünf Jahren in Summe den Ausfall eines ganzen Jahres an Niederschlag zu verzeichnen und 2018 setzte dem rund ein halbes Jahr Manko in einem Rutsch noch obenauf.

Wenn anpflanzen, dann was?
Und dem möchte ich mich in Zukunft auf dieser Seite widmen.

Projekt Mammutbaum

In meinem Garten steht seit Jahren einer der derzeit 32 im Deutschlandregister erfassten Bergmammutbäume Thüringens.  Er hat es bis jetzt gut überstanden.

Projekt Mammutbaum e.V.

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Mein eigener Bergmammutbaum

 

Die ersten Beobachtungen, die ich demnächst und regelmäßig erweitern werde, während dieses Trockenjahres sind:


  1. Kiefern und die Birken wuchsen ohne Probleme weiter.
  2. Die Lebensbaumarten (in meinem großen Garten stehen mehrere Sorten) bekommen zunehmend Schwierigkeiten. Sie werfen massiv von innen her ihre Nadeln ab.
  3. Wacholder zeigte keine Veränderung.
  4. Jüngere Apfelbäume (unter 25 Jahre) rissen in den Ästen und machen insgesamt keinen guten Eindruck. Die sehr alten Bäume und Sorten vertrugen die Dürre am besten.
  5. Beerenobst leidet.
  6. Kohl und Möhren bekam die Trockenheit gar nicht gut.
  7. Die Kartoffeln hatte ich bewässern müssen.
  8. Auch alles andere Gemüse, außer die Rote Beete, brauchte ständig Wasser aus der Kanne und gedieh trotzdem nicht.
  9. Allen bisherigen blühenden Pflanzen ging es sehr schlecht mit Ausnahme von

    Cotoneaster
    Akelei
    Malven
    einigen Rosenarten
    Gilbweiderich
    Mohn
    Schneeball
    Liguster
    Hartriegel
    Stechpalme und Mahonie

  10. Ach mein Chinese, („Die Sieben Söhne des Himmels“), der Gartenbambus, Yucca, Araukarie, die Rhododendren und verschiedene Heckenrosen überstanden es mit moderaten Wassergaben relativ gut.

  11. Bauernjasmin und Hortensien litt stark und mussten viel gegossen werden.

  12. Beinahe ganz verschwunden bzw. kaum gewachsen sind Ringelblumen und Sonnenblumen. Die Bergflockenblume, beinahe ein Unkraut auf einigen Beeten, mochte diese Trockenheit auch nicht. Disteln waren reichlich unterwegs.

Einige Eckchen und zwar da, wo Lebensbäume und Eibe Licht und Luft weichen mussten, habe ich sich selbst überlassen. Darauf siedelten sich neu die Königskerze an, das einjährige Silberblatt, die Färber-Kamille, der weiße Gänsefuß, die Moschus-Malve und einiges, was ich noch nicht bestimmt habe. Dort blühte es fast das gesamte Jahr

Cotoneaster, Mahonie und Malve haben sich vermehrt und ausgedehnt.

 
 

 










Hildruth Sommer
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