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Projekt Mammutbaum

In meinem Garten steht einer der derzeit 32 im Deutschlandregister erfassten Bergmammutbäume Thüringens.

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Mein eigener Bergmammutbaum

 

Rund ums Wetter und Klima unserer Region

In den letzten Jahren hat sich viel verändert.

Es gibt keinen Winter mehr. Falls es im Oktober/November schneit, ist es kein zeitiger Winterbeginn, sondern taut sofort (nach maximal zwei/drei Tagen) wieder und endet in „Dümpelwetter“.
Der Dezember ist fast durchgängig schnee- und sogar ziemlich frostfrei. Eine etwas längere Frostperiode kommt frühestens im Januar, dann wird es aber im Februar schon wieder mild, oder im Februar und zieht sich bis März hinein.
Der (eigentliche) Winter ist extrem schneearm geworden, obwohl wir eine Region mit Schneeoption (N/NO-Lage) sind. Extrem heißt, nur etwa ein Viertel der früher hier üblichen Schneemenge.

Den Frühling an sich gibt es schon noch, doch kaum ist der Frost weg, kommt schon der Sommer. Die gesamte Vegetation explodiert innerhalb kürzester Zeit, der Blühbeginn insgesamt hat sich um über einen Monat nach vorn verlagert. Dadurch werden doch immer mal noch vorkommende (welch Wunder) kurze Kälteeinbrüche der Ruin für den Obstanbau.
April und vor allem Mai sind heiß geworden und hier viel zu trocken. Die schweißigen, schwülen Hitzetage haben radikal zugenommen. Süd- und Südostlagen sind häufig geworden.
Unser heimischer Gebirgsbach führt über Jahre hinweg weniger bis kaum noch Wasser, weder im „Frühjahr“, denn ohne Schnee keine Schmelze, im Sommer erst recht nicht. Nur 2017 gab es mal wieder mehr Niederschlag.
Landregen ist selten geworden. Wenn Regen, dann tröpfchenweise und bei Gewittern als wahre Sturzfluten.
Der Herbst beginnt immer später. September und auch Oktober wurden zu trocken und zu warm. Dann folgt ein rascher Übergang Richtung „Dümpelwetter“.
Das Laub bleibt durchschnittlich länger an den Bäumen.

Es existieren also keine Jahreszeiten mehr. Nicht wie wir sie kennen. Eigentlich gibt es nur noch eine warme, oft zu warme, und eine kühlere Zeit. Und das innerhalb noch nicht mal eines Jahrzehnts! Davor gab es durchaus auch mal ein paar „Ausreißerjahre“, die aber schon im vergangenen Jahrzehnt im Ansatz zunahmen. Nun ist die Normalität zur Ausnahme geworden.
Die Stürme blieben hier in der Stärke bisher noch einigermaßen erträglich.

Der Dezember mit Schnee oder Tauwetter um die Weihnachtszeit herum, auch mal ein heftiger Sturm. Der Januar und Februar mit knackigem Frost und viel Schnee, der März mit empfindlicher Kühle. Der April, der immer noch frisch mal so und mal so daherkommt, der Mai mit einem Blütenmeer, frischem Grün und ersten warmen Tagen, fortgesetzt, aber immer noch mäßig, im Juni. Juli und August warm mit gelegentlich heißen Tagen, die aber nur heiß waren und nicht unerträglich. Gewitter ab und an, wie sich's gehört. Der September ein Übergang, schon wieder kühler, den nahen Herbst in seinem Duft verkündend, und im Oktober eventuell „goldene Tage“ mit Spinnweben, an denen Tautropfen glänzen, ersten Nachtfrösten und buntem Laub an den Bäumen. Der November als dunkler, ruhiger Monat mit mystischem Nebel, viel Nässe, Stürmen, erstem Schnee... Vergangenheit.  Genau wie die früher zahlreiche bunte Vogelschar am Futterhäuschen. Überlebt haben bislang Amseln, einige Meisenarten, Finken und Sperlinge sowie einige wenige Vertreter des Rotschwänzchens. Alles andere wird freudig begrüßt, wenn mal EIN Vertreter seiner Art auftaucht. Im letzten Winter war das eine Mönchsgrasmücke, ein Zaunkönig, ein Rotkehlchen, Girlitz und eine Drossel. Selbst Stare sind hier selten geworden.

Völlig verschwunden sind seit zwei Jahren Gimpel, Kernbeißer, Stieglitz .

Dieses Jahr- 2018

Mit einem Wort ist alles gesagt: DÜRRE.

All jenen, die immer wieder ins Feld führen, in diesem oder in jenem Jahr, z.B. 1947, wäre es doch schon genauso gewesen, genau so trocken, zu warm, sei gesagt, sie sollen doch bitte auch mal die Jahre drumherum betrachten. Es sind Ausnahmen in einer Reihe „normaler Jahre“. Jetzt sind normale zur Ausnahme geworden, denn wie viele davon lagen innerhalb der letzten 15 Jahre?
Normal, das heißt erträglich für unsere Natur, abgesehen davon, dass Trockenheit, Dauersonne und Wärme auch nur für den Menschen erträglich ist, der mit ihr nichts zu tun oder am Hut hat, seine Existenz schon mal gar nicht damit zusammenhängt, und das werden bekanntlich immer mehr. Sogar Meteorologen kann es egal sein, so lange sie nur das Wetter vorhersagen können.
Erst wenn sie in Sturzregenbächen absaufen oder tagsüber vor Hitze nicht mehr vor die Haustüre gehen können, abends die Grillparty aufgrund zahlloser, bisher unbekannter Insekten mit bis dahin völlig unbekannten Krankheiten gefährlich werden, das Baden in Seen und anderswo genauso, oder das Wasser rationiert wird, Wälder komplett gesperrt werden und sie darin nicht mehr radeln können, wenn es sie ganz persönlich also negativ tangiert, werden viele von ihnen die Klimaveränderung nicht mehr als angenehm empfinden, denn selbst die Zukunft der nächsten Generation und schon die ihrer Kinder, scheint ihnen ja egal zu sein. Es lebe der Egoismus, zumindest die Egozentrik. Oder hat es nur mit Intelligenz bzw. Abwesenheit derselben zu tun?

Hier mal ein Beispiel, wie Intelligenz aussieht: http://www.storm-chasing.de/forum/index.php/Thread/6019-Trockenheit-D%C3%BCrre-Hitze-Fr%C3%BChjahr-Sommer-2018/?pageNo=4&s=a090eb94e1fe7ddc9527e3625337ab47ef05291f

Wie nicht, möchte ich hier erst gar nicht einstellen. Das macht von sich aus auf sich selbst viel zu viel aufmerksam.

Das Horrorszenario "Sommerwetter"  bekam nochmals einen richtigen Schub. Und das seit April. Den Vorhersagen, dass nun nach der Kaltfront damit endlich Ruhe ist, kann ich schon nicht mehr glauben, hieß es ja schon einige Male, bevor es mit der Blokadelage, dem stockenden und zerfetzten Jetstream in derselben Weise weiterging. Die seit April vorherrschende Dürre ist dabei das Schlimmste. Seit Jahresbeginn 2013 bis jetzt fehlen aufsummiert in Tabarz 1100 Liter Regen im Boden. 110 Eimer Wasser auf den Quadratmeter! Allein in diesem Jahr sind nur 38% des Jahresniederschlags gefallen.
Die Tiefs wandern im Norden über uns weg und führen dabei heiße Luft aus dem Südwesten zu uns - und dieses dämliche Azorenhoch kann einen Keil nach dem anderen unter dem Jet durch zu uns rüberschieben.

Der Jetstream, und da die zu warme Arktis, das schmelzende Eis, und da eben der Mensch... Nun haben wir das Ergebnis, rascher als gedacht. Die einzige Hoffnung: ein Vulkan, der mal Asche bis in die Stratosphäre pustet. Allerdings würde das nur kurzzeitig lindern und insgesamt sogar, hinsichtlich CO2-Gehalt, kontraproduktiv sein.

Die Schwalben sind aber nun fortgezogen, alle anderen Vögel haben sich leider auch rar gemacht. Es ist merkwürdig still geworden. Keine Amseln, keine Meisen zu sehen oder zu hören und von meinen drei Fledermäusen scheint nur eine überlebt zu haben. Ein beschissenes Jahr, aber was für ein besch...... Nur Vollidioten können von einem "wunderbaren Sommer" reden.

 

http://www.meteociel.fr/modeles/gfse_cartes.php?ech=6&code=0&mode=5

https://www.meereisportal.de/archiv/2018-kurzmeldungen-gesamttexte/arktis-weiterhin-extrem-warm/
https://www.meereisportal.de/archiv/kurzmeldungen-2018/


Prof. Harald Lesch: Warum tun wir nicht was wir sollten? (TUM, 18.06.2018)


https://www.worldweatherattribution.org/analyses/attribution-of-the-2018-heat-in-northern-europe/

http://www.globalwarmingindex.org/

https://www.ardmediathek.de/tv/Planet-Wissen/Wie-das-Eis-in-der-Arktis-schmilzt/SWR-Fernsehen/Video?bcastId=25233996&documentId=43974358

https://www.youtube.com/watch?v=VbiRNT_gWUQ

https://www.deutsches-klima-konsortium.de/de/golfstrom.html











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