Gedankenbilder.
Wenn ich ein Vogel wär...
Was soll man dazu noch sagen. „Oh je“, mehr geht bei mir nicht.
Ansonsten verschlägts mir die Sprache. Die Dummheit hat zu sehr
überhand genommen. Eine Steigerung scheint kaum noch möglich. Aber
an was einer teilnimmt, entscheidet nun mal immer noch jeder
selber. An dem Zinnober, der jetzt ist, tue ich es
nicht.
Das bzw. der war allerdings abzusehen. Bei dem Narzißmus und den
Mengen an Profilneurosen im Westen? „Ich gut, wir gut, alles
andere schlecht.“ Das gabs auch schon vor '45 und im Westen wars
ja geblieben. Da hatte sich nichts verändert. Und wenn sie die DDR
mit dem Jetzigen in einen Topf werfen, weiß ich sofort,
intelligent ist der nicht!
Debededehakape.

Wenn sie sehen würden,
was Realität ist, wären sie zum
einen nicht mehr doof, zum anderen würden wie Rasiermesser
zusammenklappen. Die Realität hielte ihre Psyche nicht aus: Eine
Bildung, die den Namen Bildung nicht verdient, bei „Kultur“ das
Gleiche, Lebensumstände, die an die Zeiten des grauen
Industriekapitalismus erinnern und moralisch im Eimer.
Ich hab zum Beispiel mal in einem richtig hübschen, ruhigen Kurort
gelebt. Heute? Lärm, geschlossene Läden wie Traditionsgaststätten,
Unsauberkeit auf Wegen, Müll wird sogar in fremden Vorgärten
"entsorgt"... . Und wie gesagt: Absehbar gewesen. Nichts anderes
zu erwarten. Denn wo es allein um Geld und Geschäft geht, wird nun
mal aus „schön“ ein „häßlich“, aus „angenehm“ ein „nicht zu
ertragen“, aus „lebenswert“ das Gegenteil.
Die Wend dazu im Osten war 89/90. Und hinter jedem dieser stehen
immer bestimmte Menschen, deren Entscheidungen das Schicksal
ganzer Völker bestimmen. Typen ohne jede moralische Prinzipien,
mit dem extremen Wunsch nach persönlicher Bereicherung und Macht
sowie einem pathologisches Verlangen nach Anerkennung und Ruhm.
Denen eine dumme Masse aber auch noch zu gerne glaubt.

Denn daß diese Leute damit erfolgreich sind, ist genau
dieser Masse zu verdanken, die lieber glaubt, anstatt
logisch und dialektisch zu denken.
Auffallen um jeden Preis, auf den Putz hauen, daß die Wände
bröckeln, sich dann aber wundern, daß das Haus einfäll - der
westliche Typus. Klar, solche hat es auch schon früher gegeben,
aber nicht in diesem Ausmaß und Umfang wie heute.
Ist man jedoch ganz anders aufgewachsen, so wie wir in der DDR,
also bis 1990, wird solch Sein und Verhalten unerträglich.

Ist auch nur
einer drunter, der doof und scheiße ist,
kracht der gesamte Schwarm an die Wand. Bei Vögeln meines Wissens
noch nicht beobachtet worden. Sagt einiges über den Menschen – in
seiner Mehrheit. Kein Wunder, daß Gott ihn aus dem Paradies
verbannte.
Während Menschen
mit Verstand ihre Erfahrungen und daraus
gewonnenen Erkenntnisse zum Beispiel rein informativ
weiterreichen, mit dem Wissen, der andere hat seine und die können
ganz anders gelagert sein, betrachten Dumme ihre Erfahrungen und
Erkenntnisse als
Maß aller Dinge. Und aufnehmen tun sie
nur, was grell leuchtet. Bildung ist stumpfes Auswendiglernen,
kritiklos Wiedergeben, und wehe anders, „denn dann wirst du
nichts“ - im Westen. Logisch, darin wird nur ein Dummer was.
Hatten wir bereits Anfang der Neunziger dann auch im Osten
gesehen. Bei uns hieß Bildung noch:
Denken.
Der Westen: „die große Fresse und nichts dahinter“. „Besserwessi“
als allgemeine Bezeichnung kam ja auch nicht von ungefähr.
Jeder
darf, keiner muß - in deren Gefilden.
„Antiautoritär“ ist so ungefähr dasselbe. Insofern
darf er
auch „Meinung“ haben, die zwar nichts mit Wissen zu tun hat, aber
immerhin, man kann sich ja äußern, nennt sich "Freiheit", was ist
wurscht, und wenn's der größte Schrott ist. „Dürfen“ fängt im
Westen ja auch schon in der Familie mit kleinsten Kindern an. Der
Geist ist noch nicht soweit, aber sie
dürfen –
mitbestimmen und manche gar alles. Und wehe, da hält einer
dagegen, dann ist er ein Monster.
Grundsätzlich wurde so aus gut böse, aus böse gut, aus Schwarz ein
Weiß und umgekehrt. Häßlich ist heute schön, dumm ist schlau...
und so geht es weiter. Seitenverkehrt, der Schritt ins Chaos. Und
chaotisch ist ihre Welt. Da funktioniert
nichts mehr. Um
sich zu wundern?

Begonnen hatte das im Westen schon mit den 68ern und Flowerpower.
„Ich bin – dagegen.“ Gegen was spielte keine Rolle. Hauptsache
dagegen. Und "liebt euch", egal wen. Nannten auch das "frei sein".
Regeln? Die galten nur für die anderen.
Die (andren)
mußten daher, müssen, noch heute. Die dürfen
nicht, denn
so etwas gilt nur für sie,
sie, die "was Besonderes
sind". Ihre dummen Tyrannen haben sie sich also selber
erzogen. Nennt man Dekadenz und Zerfall der Gesellschaft.
„Die Welt wird zur Bühne, und jeder spielt die Hauptrolle – nur
sitzt niemand mehr im Publikum. Alle senden, keiner empfängt.
Alle reden, keiner hört zu.“ (Jörg Müllermeister)
Das ist der Westen. Wer solche Leut' trotzdem „aufklärt“,
will (oder muß) dort ebenfalls verdienen - oder glänzen, und
wenn's vor sich selbst ist. Wahrlich Zeitvergeudung, sich mit
denen auch nur Minuten zu befassen, wie ich selbst mit der
Zeit lernte. Es ist klüger, man läßt Dumme dumm sterben,
denn solche
wollen nicht wissen. Dummheit und Arroganz wie
Ignoranz gehen Hand in Hand.

Dreistigkeit und Egomanie, die sie auch noch als Freiheit
bezeichnen.
„Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit“, Kant. Wer
kennt's nicht. Sie ist aber eben nicht nur die Abwesenheit von
Zwang, sondern die Fähigkeit, das eigene Handeln durch Vernunft zu
bestimmen. Nur ist dort eben mehrheitlich
weder Vernunft
noch Verstand zu erkennen. Und Vernunft, als Definition, ist „die
geistige Fähigkeit, seine Umwelt bewusst wahrzunehmen,
Zusammenhänge zu erkennen, daraus Schlüsse zu ziehen und kluge
Entscheidungen für das eigene Handeln abzuleiten“. Und Dummheit
die Abwesenheit dessen.
Dumme gabs zu jeder Zeit, logisch. Die
absolute Herrschaft
der Dummen wie heute, in diesem
Ausmaß, jedoch nicht gar
so häufig. Wie die letzte endete, weiß man. Und dennoch. „Das
Kapital“ braucht nun mal solche Leute, sonst gäbe es den
Kapitalismus nicht. Denn was bitte soll klug und vernünftig daran
sein, daß 350 Superreichen 75% des Weltvermögens gehören? Wo
bitte kommt da die Menschheit als Gemeinschaft vorwärts? Was ist
an Krieg vernünftig, den "der Kapitalist" ja regelmäßig braucht,
sonst wäre er erledigt?

Dummheit setzt nicht immer wieder neu ein, sondern sich irgendwann
lediglich (erneut) massenhaft durch. Als vernünftig kann man das
Verhalten der Sowjetunion in der Zeit, bis weit in die Neunziger
hinein, ja genauso wenig bezeichnen. Zurück auf Null, aufs Jahr
'41. So doof muß einer aber auch erst mal sein, all das, was unter
irren Verlusten hart erkämpft wurde, einfach mal so in die Luft zu
pusten. Narzißmus, Profilneurosen und materielle Gier. Das, was
einige Leute
davor noch zu verhindern wußten, freilich
nicht mit Eiapopeia, funktioniert nicht.
Dumme besitzen nun
mal keinen Verstand, also an was soll man da appellieren?
In der Hinsicht hilft nur „Autorität“, Belohnung, Bestrafung, denn
Verantwortungsbewußtsein fürs eigene Tun existiert nach Kohlbergs
Modell der Moralentwicklung erst ab Stufe 5, die die meisten
Menschen nie erreichen. Bei den Stufen drunter geht’s leider nur
danach, ob etwas persönliche Vorteile bringt und ob „man
dazugehört“ (zu einer Gruppe). Das Prinzip der Freiwilligkeit
(Gewissen), weil die geltenden Regeln selbst als richtig
betrachtet werden, da sie gerecht sind und jedem Einzelnen dienen,
hats leider erst höher.
Also sagt mir bloß nicht, daß der Mensch schlau ist!
Wäre ich ein Vogel, würde ich solchen
nicht folgen.
Tun Vögel auch nicht, sind ja nicht dämlich oder selbstmörderisch,
nur Menschen, die aber auch noch stolz drauf.
Vögel fliegen einzeln, so wie der herrliche Milan, und nur im
Schwarm, wenn's darin bei jedem Einzelnen stimmt.
An was einer teilnimmt, entscheidet aber immer noch jeder selber.
Bis bald.
See you soon
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